[82915] Unsicherheit und Spannungen rund um die Verhandlungen über ein Abkommen zwischen dem Iran und den USA
Kontakte im Schatten von Drohungen: Die Krise um das sich abzeichnende Abkommen zwischen dem Iran und den USA
Die angespannte Beziehung zwischen Teheran und Washington erreicht einen Siedepunkt mit widersprüchlichen Berichten über ein potenzielles Abkommen, das unter massivem Druck vorangetrieben wird. Der Kanal Abu Saleh - Das arabische Ressort, der eine scharf kritische Haltung gegenüber der derzeitigen amerikanischen Regierung und gegenüber dem Iran einnimmt, berichtete, dass die USA versuchen, Teheran zu „bestechen oder zu überzeugen“, von einem Angriff auf Israel abzusehen. Im Gegensatz dazu berichtet der Kanal Nachrichten 301 - Die arabische Welt, dass Teheran die Absichtserklärung noch nicht bestätigt habe und die Möglichkeit einer Unterzeichnung am Sonntag vom Tisch sei.
Der interne Widerstand im Iran erreicht neue Höhepunkte, da Akteure, die mit den Revolutionsgarden identifiziert werden, explizite Drohungen gegen die iranische Führung aussprechen. Laut Nachrichten 301 war während einer Demonstration im Iran der Ruf zu hören: „Wenn irgendein Abkommen unterzeichnet wird, muss der Verantwortliche dafür getötet werden.“ Zudem drohte ein Kommentator im iranischen Sender „Ofogh“, dass man „bald den Krieg auf amerikanischen Boden tragen werde“, wobei er betonte, dass der Iran noch nicht alle seine „Karten“ aufgedeckt habe.
Auf diplomatischer Ebene gibt es Meinungsverschiedenheiten über die Rolle ausländischer Delegationen. Während Abu Saleh - Das arabische Ressort Berichte über ein Waffenstillstandsabkommen zitierte, behaupten Kommentatoren im staatlichen iranischen Fernsehen, wie von Nachrichten 301 aufgegriffen, dass die pakistanischen und katarischen Delegationen nicht kämen, um zu vermitteln, sondern „Droh- und Liquidationsbotschaften“ seitens der USA überbrächten.
Parallel dazu stellte der Vorsitzende des iranischen Schura-Rates, Ghalibaf, Forderungen nach Entschädigungen für die Schäden des „12-Tage-Krieges“ als Grundvoraussetzung für Gespräche, während religiöse Vertreter im Rat betonen: „Selbst wenn ein Abkommen unterzeichnet wird, werden wir keine Partei davon sein“ (Israel Nachrichten | Ohne Zensur). Zum gegenwärtigen Zeitpunkt trifft der Optimismus von Präsident Trump auf eine komplexe Realität aus iranischer Skepsis, Lücken bei den Atomverhandlungen und heftigem innenpolitischen Widerstand innerhalb Teherans.