Ehemaliger Polizeichef Moshe Karadi kritisiert Ben-Gvirs Einmischung in die Polizei
[77117] Der ehemalige Polizeichef Moshe Karadi kritisiert Ben-Gvirs Einmischung in die Polizei
Der ehemalige Polizeichef Moshe Karadi übt scharfe Kritik am Minister für nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir und enthüllt, dass er den derzeitigen Polizeichef Danny Levy berät.
Spannungen in der Sicherheitsführung: Karadi gegen Ben-Gvir
Der ehemalige Polizeichef Moshe Karadi äußert scharfe Kritik am Minister für nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir und beschuldigt ihn, politische Ideologie in die Polizeiorganisation einzubringen. Laut Zirat News behauptet Karadi, dass es die Aufgabe des Ministers sei, lediglich die Richtlinien festzulegen. Seinen Worten nach verwende Ben-Gvir jedoch den Begriff „Richtlinien“ als „Euphemismus für die Ideologie von ‚Otzma Yehudit‘“ und bringe damit unzulässige politische Merkmale in die Polizei ein.
In einem weiteren Bericht bei Hadashot Bazman auf Telegram wiederholte Karadi seine Vorwürfe und fügte hinzu, dass der Minister „über den Kopf des Polizeichefs hinweg“ agiere. Karadi betont, dass diese Schritte die Unabhängigkeit der Organisation untergraben.
Unterdessen enthüllte Karadi laut Hadashot Bazman auf Telegram, dass er kürzlich den Kontakt zum amtierenden Polizeichef Danny Levy nach einer etwa einjährigen Unterbrechung wieder aufgenommen habe. Karadi gab an, dass er ihn zu verschiedenen Themen berate, und behauptete, dass Levy „versteht, dass der Minister ihn eigentlich nur benutzt“.
Diese Quellen, die den Mainstream-Berichterstattungsströmen auf Telegram in Israel zuzuordnen sind, spiegeln die anhaltenden Spannungen zwischen der politischen Ebene und der professionellen Ebene innerhalb der Polizei unter der Amtszeit von Ben-Gvir wider.