[66956] Netanjahu sagt in seinem Prozess aus; Anklageschrift gegen Knesset-Abgeordnete Tally Gotliv
Rechtliche Entwicklung: Netanjahu sagt aus, Gotliv wird angeklagt
Im Rahmen der Verhandlungen seines Prozesses startete Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einen heftigen Angriff auf die bloße Einreichung der Anklageschrift im Fall 2000. In Berichten des Telegram-Kanals von Eli Tsipori, der für seine kritische Haltung gegenüber dem Strafverfolgungssystem bekannt ist, behauptete Netanjahu, es handele sich um ein „Absurdum, das man nicht glauben kann“. Er sagte, er habe gegen den von Noni Moses vorangetriebenen Gesetzesentwurf bis hin zur Auflösung der Regierung gekämpft und bezeichnete es als einen unzulässigen Präzedenzfall, journalistische Berichterstattung in Bestechung umzuwandeln – eine Konstruktion, die laut ihm gezielt für ihn geschaffen wurde.
Netanjahu fügte hinzu, dass es einen „interessanten Aufmarsch“ von Politikern, Juristen und ehemaligen Polizeichefs geben werde, die über ihre Verbindungen zu Moses aussagen würden, wobei er betonte: „Ich muss schreckliche Medien ertragen und stehe hier vor Gericht.“ In einem weiteren Bericht wies Netanjahu darauf hin, dass er nie geglaubt habe, dass eine positive Berichterstattung eine Bestechung darstelle, und behauptete, Shai Nitzan sei derjenige gewesen, der die Anklageerhebung als ein „erstes Mal“ in der juristischen Geschichte vorangetrieben habe.
Parallel dazu berichtete der Kanal 'Hot News', dass die Generalstaatsanwältin Anklage gegen die Knesset-Abgeordnete Tally Gotliv wegen des Delikts der Offenlegung und Veröffentlichung vertraulicher Informationen entgegen dem Shin-Bet-Gesetz erhoben hat. Gotliv erhielt die Möglichkeit, sich mit einem Antrag auf Immunität gegen die Strafverfolgung an den Knesset-Ausschuss zu wenden.
Auf der politisch-juristischen Bühne übte der Journalist Ariel Kahana scharfe Kritik an der Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara und warf ihr Doppelmoral bei der Verwaltung politischer Ernennungen sowie bei ihrem Umgang mit dem Obersten Gerichtshof vor. Kahana argumentierte, dass „alles politisch und parteiisch“ sei und das System von Unehrlichkeit durchdrungen sei.
Auf der internationalen Bühne berichtete der Kanal 'Geheimnisse des Libanon' über die Förderung eines allgemeinen Amnestiegesetzes im Libanon, das darauf abzielt, Gefangene aus den überfüllten Gefängnissen des Landes freizulassen. Der Bericht wies darauf hin, dass das Gesetz im Mittelpunkt eines politischen Kampfes zwischen verschiedenen Sektoren stehe, wobei die Hisbollah zu diesem Thema ein niedriges Profil wahre, möglicherweise aufgrund interner politischer Überlegungen oder des Fehlens eines direkten Interesses an der Freilassung bestimmter Gefangener.