Koalitionskrise: Die Ultraorthodoxen boykottieren das Treffen der Parteivorsitzenden
[96452] Koalitionskrise: Die Ultraorthodoxen boykottieren das Treffen der Parteivorsitzenden
Die Vorsitzenden des Vereinigten Thora-Judentums, Goldknopf und Gafni, beschlossen, das Treffen der Koalitionsvorsitzenden zu boykottieren, was zur sofortigen Absage der Sitzung führte.
Koalitionskrise: Die Ultraorthodoxen boykottieren das Treffen der Parteivorsitzenden
Ein politisches Drama ereignete sich heute (23. Juni 2026), nachdem die Sitzung der Vorsitzenden der Koalitionsparteien aufgrund der Ankündigung des Vorsitzenden des Vereinigten Thora-Judentums, Jitzhak Goldknopf, und Mosche Gafni abgesagt wurde, dass sie nicht an der Diskussion teilnehmen würden. Laut ynet חדשות führte die Entscheidung zur sofortigen Absage des geplanten Treffens.
Hintergrund des dramatischen Schrittes ist der Bericht von Michaël Shemesh, wonach man in der Fraktion des Vereinigten Thora-Judentums erkannt habe, dass das Ziel von Premierminister Netanjahu bei der Zusammenkunft darin bestehe, eine „Show für die Kameras“ zu inszenieren, um zu beweisen, dass der Koalitionsblock stabil sei. Die Fraktion verdeutlichte ihre Haltung in einem direkten Zitat: „Wir werden heute nicht an der Show teilnehmen“.
Parallel dazu fügt Ziv Rubinstein - bis der Krieg endet hinzu, dass die Ultraorthodoxen eine explizite Anweisung von Rabbiner Landau erhalten haben, nicht zu der Sitzung zu erscheinen. Auch diese Quellen geben an, dass man beim Vereinigten Thora-Judentum das Treffen lediglich als „Show für die Kameras“ und nicht als substanzielles politisches Bedürfnis betrachte.
Derzeit scheint die Entscheidung der Ultraorthodoxen ein Schlag gegen Netanjahus Versuche zu sein, Stabilität innerhalb der Koalition zu vermitteln, wobei die Weigerung von Gafni und Goldknopf, an dem Forum teilzunehmen, als wachsende Spannung zwischen den wichtigsten Partnern der Regierung angesehen wird.