Israel friert Beziehungen zum Büro des UN-Generalsekretärs nach Entscheidung über sexualisierte Gewalt ein
[73246] Israel friert Beziehungen zum Büro des UN-Generalsekretärs nach Entscheidung über sexualisierte Gewalt ein
Nach der Aufnahme Israels in eine schwarze Liste der UN zum Thema sexualisierte Gewalt gab Botschafter Danny Danon den Abbruch der Beziehungen zum Büro des Generalsekretärs António Guterres bekannt.
Israel friert seine Beziehungen zum UN-Generalsekretär nach einer umstrittenen Entscheidung ein
Der Staat Israel hat seine Entscheidung bekannt gegeben, alle Beziehungen zum Büro des UN-Generalsekretärs, António Guterres, abzubrechen, nachdem Israel von der Organisation auf eine schwarze Liste zum Thema sexualisierte Gewalt in Konfliktgebieten gesetzt wurde – auf eine Stufe mit Terrororganisationen wie der Hamas und dem IS. Laut dem Außenministerium, wie von NTD-Nachrichten Hebräisch berichtet, handelt es sich um eine „beschämende und absurde“ Entscheidung, die ein weiteres Zeugnis der institutionellen Feindseligkeit der UN gegenüber Israel ist und einen Versuch darstellt, eine „falsche Symmetrie“ zwischen den Handlungen des Staates und den Verbrechen der Hamas zu schaffen.
Israels UN-Botschafter Danny Danon erklärte nachdrücklich: „Mit dem derzeitigen UN-Generalsekretär sind wir fertig.“ Danon behauptete, Israel habe der Organisation detaillierte Beweise und Dokumente vorgelegt und UN-Vertreter dazu eingeladen, die Realität vor Ort zu prüfen, doch diese hätten sich laut Danon dafür entschieden, die Fakten zugunsten eines politischen Narrativs zu ignorieren (gemäß Amit Segal sowie Roi Kais und Guy Elster).
Die Entscheidung der UN erfolgt vor dem Hintergrund von Veröffentlichungen in den internationalen Medien, darunter eine Untersuchung der „New York Times“ über Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen palästinensische Gefangene. Roi Kais und Guy Elster wiesen darauf hin, dass Israel wütend auf die Untersuchung reagierte und die Informationsquellen, auf die sich die Zeitung stützte, in Zweifel zog.
Parallel dazu fanden vor dem UN-Gebäude Proteste von etwa 30 israelischen Bürgermeistern statt, die die Entscheidung der Organisation als „antisemitisch und moralisch haltlos“ bezeichneten (berichtet bei 🎗️חדשות ישראל IL🎗️). Auf der innenpolitischen Ebene brachten Kommentatoren wie Tamir Morag das internationale Vorgehen mit der internen Kritik an israelischen Medien in Verbindung und argumentierten, dass interne Publikationen den diplomatischen Status Israels in der Welt beeinflussten.