[72579] Nach Gafnis Drohungen: Der Polizeichef stellt die Politik im Umgang mit ultraorthodoxen Deserteuren klar
Der Polizeichef aktualisiert die Politik gegenüber dem ultraorthodoxen Sektor
Aufgrund erheblichen politischen Drucks und Drohungen seitens des Abgeordneten Moshe Gafni hielt der Polizeichef eine spezielle Lagebeurteilung zum Thema der Zusammenarbeit der Polizei mit dem ultraorthodoxen Sektor ab, wie Daphna Liel berichtete. Berichten zufolge zielt dieser Schritt darauf ab, die hohen Spannungen zwischen den ultraorthodoxen Parteien und der Strafverfolgungsbehörde vor dem Hintergrund der Einberufungsfrage zu beruhigen.
Dem Update zufolge stellte der Polizeichef klar, dass die Hauptverantwortung für den Umgang mit Deserteuren bei der IDF durch die Militärpolizei liegt, während die Rolle der israelischen Polizei auf „bloße Unterstützung“ und nicht auf aktive Durchsetzung beschränkt wird. Nach Ziv Rubinstein - bis der Krieg endet, wird von der Polizei sogar erwartet, die Zusammenarbeit mit der ultraorthodoxen Gemeinschaft zu verstärken. In diesem Rahmen soll die Möglichkeit geprüft werden, einen Mechanismus einzurichten, der es Deserteuren ermöglicht, bei der Polizei Beschwerden einzureichen, „ohne gefasst zu werden“.
Diese politische Änderung markiert einen taktischen Sieg für die ultraorthodoxen Parteien, die ihre politische Macht nutzen, um eine direkte Beteiligung der Polizei an der Durchsetzung der militärischen Dienstpflicht für Jeschiwa-Studenten zu verhindern. Der Schritt wirft Fragen über das Ausmaß der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sicherheitsorganen in der Frage der Lastengerechtigkeit auf.