[108828] Sturm um das Grundgesetz zum Tora-Studium und der Oberste Gerichtshof zum Staatskontrolleur im Mittelpunkt der Schlagzeilen
Erschütterungen im israelischen Justiz- und Politiksystem
Ein geschäftiger Tag im politischen System begann mit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, der festlegte, dass Neuwahlen für das Amt des Staatskontrolleurs stattfinden müssen. Yair Lapid begrüßte die Entscheidung als „bedeutenden Sieg“ für die Demokratie und das Ansehen der Knesset. Im Gegensatz dazu griff Naftali Bennett die Regierung wegen des „Chaos“ an und bezeichnete den ursprünglichen Ernennungsversuch als „Verdunkelung“, während Itamar Ben-Gvir scharf reagierte und behauptete, es handele sich um ein „zügelloses antidemokratisches“ Vorgehen des Obersten Gerichtshofs, das eine umfassende Justizreform rechtfertige.
Parallel dazu sorgt das Grundgesetz zum Tora-Studium weiterhin für Emotionen. MK Michael Malkieli betonte, dass die ultraorthodoxen Parteien entschlossen seien, das Gesetz noch in der laufenden Knesset in zweiter und dritter Lesung zu verabschieden, als Reaktion auf das, was er als „anhaltende Verfolgung“ von Tora-Lernenden bezeichnete. MK Tally Gotliv fügte hinzu, das Ziel des Gesetzes sei es, die „Unwissenheit“ in Bezug auf die Tora auch an staatlichen Schulen zu bekämpfen. Demgegenüber griff Rabbi Yaakov Medan das Gesetz scharf an, mit dem Argument, es sei „voll von Gotteslästerung und der Herabwürdigung der Tora“, und rief die religiösen Knesset-Abgeordneten dazu auf, dagegen zu stimmen.
Im Sicherheitsbereich werden 1.000 Tage seit dem Massaker vom 7. Oktober begangen. Botschafter Gilad Danon stellte vor der UN klar: „Kein Terrorist verdient ein Abzeichen der UN.“ Gleichzeitig wurde über die Vorbereitungen auf die Beerdigung des ehemaligen iranischen Führers Ali Chamenei berichtet, zu der auch der pakistanische Premierminister erwartet wird, während Generalstabschef Eyal Zamir den Iran als zentralen Fokus für die Einsatzbereitschaft der IDF definierte.
Darüber hinaus wurde berichtet, dass der Rat des Oberrabbinats die Lizenz der Organisation „Tzohar“ als koscher-zertifizierende Stelle nicht genehmigt hat (Arutz 7), und im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung dauern die stürmischen Debatten über den Militärdienst in der IDF an, unter hoher Spannung zwischen den Mitgliedern der Opposition und der Koalition (Politische Arena).