[94100] Aufruhr um Rückzug aus dem Südlibanon: Israel dementiert Berichte über Zugeständnisse bei Verhandlungen
Spannungen rund um die politischen Verhandlungen im Libanon
Im Laufe des letzten Tages gab es widersprüchliche Berichte über die Zukunft der Präsenz der IDF im Südlibanon. חדשות 301 העולם הערבי, das kritisch gegenüber Israel berichtet, behauptet, dass der Libanon von den USA eine Nachricht über eine israelische Absicht erhalten habe, „begrenzte Rückzüge“ als „Geste des guten Willens“ vor den Gesprächen in Washington durchzuführen. Diese Berichte fanden auch in den Berichten von Dafna Liel ein breites Echo, die darauf hinwies, dass das Thema bei politischen Entscheidungsträgern Besorgnis auslöst.
Demgegenüber stellte ein hochrangiger israelischer Vertreter gegenüber i24NEWS klar, dass es „weder irgendwelche Zugeständnisse noch irgendwelche Rückzüge“ gebe. Ähnliche Worte äußerte Verteidigungsminister Israel Katz, der betonte, dass „Israel keine Absicht hat, sich aus dem Beaufort zu zurückzuziehen“ – eine Haltung, die durch einen weiteren Bericht von Dafna Liel gestärkt wurde, welcher die Sicherheitszone als rote Linie für Netanjahu hervorhebt.
Auf dem innenpolitischen Parkett gab es heftigen Widerstand von Ministern der Koalition. Minister Itamar Ben-Gvir forderte bei Galei Zahal den Abbruch der Verhandlungen mit der libanesischen Regierung mit dem Argument, dass es sich um ein Gremium handele, das Vertreter der Hisbollah einschließe. Auch Minister Ofir Sofer betonte, dass man „einen Sicherheitsraum schaffen und eine IDF-Präsenz aufrechterhalten müsse“ im Südlibanon und dass darauf nicht verzichtet werden könne.
Unterdessen inspizierte der Generalstabschef die Gebiete Beaufort und Ali al-Taher und bezeichnete das Gelände als „eine unterirdische Festung, die die Hisbollah über 20 Jahre lang gebaut hat“. Er warnte, dass der Waffenstillstand zerbrechlich sei und die IDF auf eine Wiederaufnahme der Kämpfe vorbereitet sein müsse. Auf der anderen Seite drohen iranische Quellen, wie in זירה פוליטית veröffentlicht, damit, dass „wenn Israel sich nicht aus dem Libanon zurückzieht, die Verhandlungen abgebrochen werden“.