[89588] Donald Trump im Interview mit Kan Hadashot: „Es ist wahrscheinlich, dass ich Netanjahu unterstütze, aber er muss rationaler sein“
Komplexität in den Beziehungen: Donald Trump reagiert auf Netanjahu und die Iran-Abkommen
In einer Reihe von Äußerungen, die am 18. Juni 2026 veröffentlicht wurden, äußerte sich der ehemalige US-Präsident Donald Trump zu seinem Verhältnis zum Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie zu weiteren brennenden Themen. In einem Interview, das er Kan Hadashot gab und das von Journalisten und führenden Vertretern der israelischen Medien ausführlich zitiert wurde, erklärte Trump, dass es „sehr wahrscheinlich ist, dass ich Netanjahu bei den kommenden Wahlen unterstützen werde“. Der ehemalige Präsident stellte jedoch klar, dass er „erst sehen muss, wer gegen ihn antritt“, und fügte die einschränkende Bemerkung hinzu, dass Netanjahu „rationaler sein muss“.
Trumps Botschaften fanden in verschiedenen israelischen Medien ein breites Echo. Während Kanäle wie Kol HaHadashot und Regah Hadashot, die eine Linie verfolgen, die mit der Unterstützung für Netanjahu identifiziert wird, die bloße Absicht der politischen Unterstützung hervorhoben, präsentierten der Reporter Michael Shemesh sowie Amir Ettinger und Yuval Segev das vollständige Zitat, einschließlich der Forderung nach „Rationalität“ seitens Netanjahus und Trumps Bereitschaft, sich mit ihm zu treffen.
Demgegenüber entschied sich ynet Hadashot, Trumps Worte in einen kritischeren Kontext zu stellen. In einem weiteren Eilmeldungs-Update berichtete ynet über Trumps Äußerungen zur Kritik an einem Abkommen mit dem Iran, bei denen er die Kritiker als „Fanatiker, bösartig oder dumm“ bezeichnete. Diese Interpretation von ynet wurde als solche wahrgenommen, die Trumps kämpferische Haltung gegenüber seinen Gegnern betont, im Gegensatz zu anderen Berichten, die sich hauptsächlich auf die Erklärung der persönlichen Unterstützung für den Ministerpräsidenten konzentrierten.
Die Äußerungen markieren die Fortsetzung der komplexen Dynamik zwischen den Führungspersönlichkeiten, wobei einerseits der Wunsch nach einer Stärkung des politischen Bündnisses vor den Wahlen erkennbar ist, während andererseits eine offene Forderung seitens Trump nach einer Änderung des politischen oder administrativen Kurses von Netanjahu laut wird.