[86884] Scharfe Kritik am Vorgehen der Polizei bei ultraorthodoxen Demonstrationen: Forderung nach Eingreifen der politischen Führung
Spannungen um das Vorgehen der Polizei bei Demonstrationen des ultraorthodoxen Sektors
Am 17. Juni 2026 wurden schwere Vorwürfe von Seiten der Medien bezüglich der Art und Weise erhoben, wie die Polizei die Demonstrationen der ultraorthodoxen Bevölkerung handhabt. Der Journalist Avi Moskov behauptete in חדשות ישראל IL, dass die Einsatzmethode der Polizeikräfte „das Zusammenschlagen von Demonstranten bis zur Bewusstlosigkeit“, den Einsatz von Blendgranaten, die auf das Gesicht gezielt sind, sowie Schläge mit Schlagstöcken umfasse. Laut dem Bericht in חדשות ישראל IL ist das erklärte Ziel dieser Aktionen, „den Demonstranten die Lust am erneuten Demonstrieren zu nehmen“ und durch physische Bestrafung Abschreckung zu erzeugen, was Moskov dazu veranlasste, den Polizeichef als „Schande“ zu bezeichnen.
Parallel dazu wurde Kritik an den Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, gerichtet. In זירת החדשות kritisierte Moskov die Tatsache, dass der Minister „nichts tut, um die Verhaftung von Tora-Lernenden zu verhindern“. Laut זירת החדשות wird von Ben-Gvir erwartet, selbst wenn er in der Angelegenheit der Verhaftungen nicht handelt, zumindest „den nächsten Mord an einem Ultraorthodoxen durch einen blutrünstigen Polizisten zu verhindern“.
Beide berichtenden Kanäle vertreten eine konsistente Linie, die die Haltung der ultraorthodoxen Öffentlichkeit unterstützt und das derzeitige Sicherheits- und Politikestablishment für sein Vorgehen gegenüber dieser Bevölkerungsgruppe kritisiert.