[78396] Aufruhr im Iran: Berichte über den Rücktritt von Präsident Peseschkian und Dementis seitens des Regimes
Politisches Drama in Teheran: Berichte über den Rücktritt von Präsident Peseschkian
Eine Welle von Berichten erschüttert die iranische Szene nach einer Veröffentlichung von Iran International, einem exilierten Oppositionsnetzwerk, wonach der iranische Präsident Masoud Peseschkian ein offizielles Rücktrittsschreiben an den Obersten Führer Mudschtaba Chamenei gesendet habe. Den Berichten zufolge, die in einer Vielzahl von Kanälen, darunter Hadashot Mehashetach auf Telegram, veröffentlicht wurden, behauptete Peseschkian in seinem Schreiben, dass die Regierungsstruktur von den offiziellen Bahnen abgekommen sei und sich zentrale Teile des Staates unter der exklusiven Kontrolle von Fraktionen innerhalb der Revolutionsgarden befänden.
Laut einer detaillierten Darstellung bei Carmel News warnte Peseschkian, dass er unfähig sei, die Regierung zu führen und seine gesetzlichen Pflichten zu erfüllen, aufgrund des Vakuums, das im Entscheidungsprozess entstanden ist. Die Berichte verbreiteten sich schnell in den israelischen Medienkanälen, wobei Kanäle wie Abu Ali Express und Hadashot Israel IL den ungewöhnlich kritischen Ton des Schreibens hervorhoben, der auf einen tiefen Riss in der Führung des Regimes hindeutet.
Demgegenüber reagierte das iranische Establishment schnell und entschlossen. Mehdi Tabatabaei, der Kommunikationsberater des Präsidenten, wies die Behauptungen pauschal zurück und bezeichnete sie als „lächerliche Propagandaspiele“ eines Netzwerks ohne Glaubwürdigkeit. Auch Kanäle wie Hadashot Iran, die eine zurückhaltende Haltung gegenüber Oppositionsberichten einnehmen, präsentierten die offiziellen Dementis aus dem Büro des Präsidenten, die behaupteten, es handele sich um einen „Wunschtraum“ der Feinde des Regimes, der darauf abziele, die nationale Einheit zu untergraben.
Parallel zu den Dementis wiesen Kanäle wie Hadashot Israel IL auf einen Tweet hin, den Peseschkian kurz nach den Berichten veröffentlichte und in dem er schrieb: „Es ist unmöglich, sich großen Herausforderungen zu stellen, ohne die damit verbundenen Schwierigkeiten zu ertragen.“ Während Befürworter des Berichts ihn als Beweis für eine tiefe Krise an der iranischen Spitze sehen, bleiben andere vor Ort vorsichtig und betonen, dass es sich um einen Informationskrieg zwischen Oppositionskräften und dem Establishment in Teheran handele.