Sich wandelnde politische Landkarte: Dramatische Umfragen im Libanon und politische Erschütterungen in Israel
[68444] Sich wandelnde politische Landkarte: Dramatische Umfragen im Libanon und politische Erschütterungen in Israel
Neue Umfragen enthüllen signifikante Verschiebungen in der Mandatsverteilung in Israel sowie überraschende Daten aus dem Libanon zur Unterstützung der Entwaffnung der Hisbollah und zum Frieden mit Israel.
Sich wandelnde politische Landkarte: Dramatische Umfragen im Libanon und politische Erschütterungen in Israel
Das Umfragewesen vom 19. Mai 2026 zeigt ein sich veränderndes Lagebild an zwei zentralen Fronten. In Israel deutet eine Umfrage von i24NEWS und Direct Polls auf den Verlust der Mehrheit des rechten Blocks hin, während die politische Landkarte eine Erschütterung durchlebt. Laut der Analyse erweist sich Gadi Eizenkot als „Zünglein an der Waage“ und schafft es, Mandate direkt vom Likud abzuziehen, während die Allianz zwischen Bennett und Lapid einen deutlichen Stimmverlust erleidet.
Zuriel Sharon, CEO von Direct Polls, stellt fest, dass der rechte Block auf 60 Mandate gesunken ist, was den ersten Verlust der Führung seit einem Jahr darstellt. Analysten bei Zira Politit fügten hinzu, dass es sich um einen stillen, aber stetigen Trend handelt, der Wähler vom rechten Block zum Mitte-Links-Lager verschiebt und Eizenkot als dominante Alternative zu Netanjahu positioniert.
Parallel dazu wurden die Ergebnisse einer umfassenden Umfrage des libanesischen Senders Al-Jadeed veröffentlicht, die die Haltung der Öffentlichkeit gegenüber Israel untersucht. Die Daten belegen eine tiefe Spaltung: Laut Kan 11 lehnen Schiiten zwar mit überwältigender Mehrheit jede Form von Kontakt zu Israel ab, doch andere Bevölkerungsgruppen im Libanon, darunter Drusen und Christen, äußern überraschende Unterstützung für Friedensabkommen und die Entwaffnung der Hisbollah.
Nach Daten des Senders Al-Jadeed befürworten etwa 58,2 % der libanesischen Öffentlichkeit die Entwaffnung der Organisation. Sapir Lipkin betont, dass dies eine Umfrage ist, die „die Hisbollah nicht sehen will“, da sie eine breite Unterstützung in bestimmten Konfessionen für eine begrenzte Normalisierung und sogar Treffen auf hochrangiger Ebene aufdeckt – im krassen Gegensatz zur offiziellen Haltung des schiitischen Establishments.